Zeitreise 1911-1920

"Haltet euren Club in Ehren, dass er blühe fort!"

Von wegen "gute, alte Zeiten"! Oder was soll gut daran sein, dass der Fußball, der heutige König unter den Leibesübungen nicht nur in Deutschland, anno 1911 als verpöntes Stiefkind galt. Allen voran Josef Tritschler wollte diesem Schattendasein in Haslach ein Ende bereiten. Der Postassistent, in der Festpostille des SVH zum 50. Geburtstag als "Einberufer" bezeichnet, wusste im November bei der Vereinstaufe im "Europäischen Hof" mit Max Bloch, Hermann Göhringer, Otto Haser, Karl Maus, Paul Walther, Hermann Weber und Josef Zimmermann weitere Überzeugte hinter sich, für die zudem eines wie Öl ins Feuer wirkte: Vereinsgründungen dieser Sportart in Villingen, Konstanz, Singen, Triberg und im nahen Hornberg. Der Sportverein Haslach sollte viel(e) bewegen. Was – so steht es zumindest geschrieben – gleich am Anfang zu viel des Guten war.

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Zeitreise 1921-1945

Ein Fußballsportverein mit Leichtathletik als Mitläufer

In den 1920er Jahren spielte beim SVH, der zu jener Zeit schriftlich als Fußballsportverein tituliert wurde, die Leichtathletik eine durchaus bedeutende Rolle. „Die Bedeutung der Leichtathletik für den Fußballer als Ausgleichs- und Ergänzungs­sport wurde im Verein schon früh erkannt“. Dieser Satz stammt nicht von Jürgen Klinsmann oder sonstigen höchst­modernsten Fußball-Lehrern, sondern vom Verfasser des SVH-Jubiläumsbüchleins 1961. „Eine starke Leicht­athletik-Abteilung maß sich alljährlich mit dem Turnverein in sportlichen Kämpfen und konnte dabei ganz schöne Erfolge erzielen.

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Zeitreise 1946-1960

Historischer Doppelpass mit den Nachbarn aus Frankreich

Auf der berühmten Konferenz von Jalta im Februar 1945 wurde beschlossen, Frankreich als vierte Macht zur Teilnahme an der alliierten Kontrolle Deutschlands zu beteiligen und den Franzosen eine eigene Besatzungszone einzuräumen, obwohl sie eigentlich keine Siegermacht waren. Vor allem, weil General Charles de Gaulle eine gute Strategie fuhr. Er verkaufte die französische Zone als Kampfzone der Demokratie gegen das Nazitum. Was in der großen Politik beschlossen wurde, wirkte sich auch im kleinen Haslach aus. Und der Fußball, der gerade in heutigen Zeiten als...

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Zeitreise 1961-1970

Meisterhafte Jahre mit Ausflug in Südbadens Oberhaus

Mit einer Amtszeit von 13 Jahren steht Josef Obert nach Bernd Eisenmann an zweiter Stelle unter den Dauerbrennern der SVH-Vorsitzenden. Mit den Nachkriegsjahren und als Nachfolger von Ehrenmitglied Eugen Krämer kam dem Kaufmann eine besondere Aufgabe zu: der Neustart des SV Haslach. Und Obert durfte auch das große Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen organisieren. Das Hauptspiel bestritten am 23. Juli der Freiburger FC und der VfB Stuttgart. „Fünf Jahrzehnte Fußball in Haslach“, schrieb Obert in der von ihm konzipierten Jubiläumsschrift, „sind gewiss ein Grund, ein großes Jubiläum zu feiern.“ Der einsatzfreudige Obert gab indes zu bedenken, dass dem Verein „leider wertvolle Schriftstücke bei der Beschlagnahme des Clubhauses 1944 verloren gingen.“

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Zeitreise 1971-1980

Pendeln zwischen heutiger Landesliga und Bezirksliga

Bis ins Jahr 1970 etablierte sich der SVH in der II. Amateurliga. Dann allerdings bissen die Hansjakobstädter in den sauren Apfel des Abstiegs und mussten froh sein, ein Jahr später nicht schon wieder trauern zu müssen. In einer hochspannenden Saison brachte der SVH am letzten Spieltag Kehl-Sundheim die erste Heimniederlage bei, das 3:2 bedeutete das Happy-End einer imposanten Aufholjagd. Sechs der sieben letzten Spiele der Saison gewannen die Haslacher. Ein Streifzug durch die Spielchronik, einem gut erhaltenen Buch, dokumentiert die Rückkehr in die II. Amateurliga nach der Saison 1971/72.

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Zeitreise 1981-1990

Dauerbrenner namens Bezirksliga und Blank

Die 1980er-Jahre bescherten dem SV Haslach und mehreren tausend Fußballfreunden im Stadion ein Schmankerl. Zur Feier des 70. Geburtstags ließ die Uwe-Seeler-Traditionself das Bällchen laufen. Allen voran Wolfgang Overath, Weltmeister und Star des 1.FC Köln. Besonders für Hans Gutmann, den eingefleischten Fan der Geißböcke, wurde dieser 4. September 1982 zum unvergesslichen Feiertag. „Wolfgang Overath zu treffen und gegen ihn zu spielen, das war grandios“, schwelgt der heute 60-Jährige in Erinnerungen und zieht eine Visitenkarte aus der Schatulle privater Erinnerungen - von Wolfgang Overath, Generalagent für eine Nürnberger Versicherung mit Sitz in Köln. Auf der Rückseite steht handschriftlich geschrieben: „Lieber Hans! Ich hoffe, Du wirst mit den Schuhen noch besser spielen können. Schöne Grüße“.

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Zeitreise 1991-2000

Mit Schwung, Trainer-Prominenz und Dank dem Pokalsieg auch noch nach Berlin!

Nach dem schmerzlichen Finale in der ersten Jahreshälfte 1990 begann dafür eine in dieser Form nicht zu erwartende Erfolgswelle. Unter dem neuen Trainer Otmar Bürgelin aus Hausach schafften es fast alle Akteure aus der Vorsaison, den Karren aus dem Dreck zu ziehen und unangefochten den sofortigen Wiederaufstieg zu erkämpfen, besser noch, zu erspielen. Die Art und Weise des Auftretens der Bürgelin-Truppe auf den teilweise gefürchteten Sportplätzen der Provinz, wie in Kirnbach, Schapbach und Oberwolfach, verlangte der ganzen Region gehörigen Respekt ab. Das hatte man den Haslachern nicht zugetraut.

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Zeitreise 2001 - 2010

Stillstand ist Rückschritt: Zeiten des Umbruchs

Sportlich gesehen war der Beginn des 3. Jahrtausends kein Ruhmesblatt für den SVH. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga mussten sich die Aktiven in der ungewohnten Kreisliga A unter Trainer Michael Rauer erst zurecht finden. Die technische Versiertheit alleine reichte nicht mehr aus, es musste wieder gekämpft werden. In der Saison 2001/02 war der Aufstieg in greifbarer Nähe, doch am Ende reichte der 3. Platz nicht. In den Folgejahren belegte man...

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Zeitreise 2011 - heute

Zurück in der Bezirksliga

Die Erfolgsgeschichte um die Jungs von Volker Barthruff geht weiter. Nachdem man 2012 in der Relegation gegen starke Windsschläger die Segeln streichen musste, gelang nach einem packenden Saisonfinale, diesmal die erfolgreiche Relegation. Nach einem klaren 5:0 zuhause und einem 1:2 gegen Tiergarten-Haslach machte der SVH den groß umjubelten Aufstieg in die Bezirksliga Offenburg perfekt.

Zuvor hatte man den FV Sulz mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft überlassen müssen.

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