Angstgegner Haslach gewinnt beim Tabellenführer Schapbach
1.Saisonniederlage des SVS durch 3:2 Sieg des SV Haslach
Vor einer tollen Zuschauerkulisse knisterte es von Beginn an, es war das Top-Spiel der Liga. Viele mitgereiste Fans unterstützen dabei den SVH und feuerten ihn lautstrak an. Die Spannung hielt bis zum Schlusspfiff des sehr guten Schiedsrichters Christian Günter, der sachlich und umsichtig leitete und viel Hektik im Keim erstickte.
Der Tabellenführer startete stärker, der Gast brauchte einige Minuten, bis er ins Spiel fand. So fiel auch die Führung des SV Haslach in der 9. Minute überraschend, als Samuel Klausmann kurz vor dem Strafraum Giulio Tamburello in Szene setzte, der aber von Leon Schmid, der dafür gelb sah, vor dem Eindringen in den Strafraum abgeräumt wurde. Fabio Bächle zirkelte den Freistoß in den Winkel, Torhüter Silas Müller lenkte den Ball noch an den Pfosten, aber Julius Allgaier reagierte am schnellsten und köpfte das Leder zum 0:1 über die Linie. Danach leitete der Gastgeber seine stärkste Phase ein, Haslach’s Defensive um den äußerst starken Benni Bruckner sowie Fabio Bächle, Nico Schwendemann und Jonathan Benz hatte alle Hände voll zu tun. Es wurde nur noch mit langen Bällen operiert, Angriff auf Angriff rollte auf das SVH-Tor zu und vor allem die weiten Einwürfe auf dem kleinen Platz waren brandgefährlich. Beim ersten Einwurf segelte Torhüter Tom Mantel noch am Ball vorbei, aber das war auch sein einziger Fehler. Schon kurz danach rettete er per Fußabwehr gegen Schapbachs gefährlichsten Angreifer Silas Armbruster. Ein weiterer Einwurf führte in Minute 21 zum 1.1 Ausgleich, als Sven Schmid den Ball aus kurzer Distanz mit dem Kopf unhaltbar verlängerte. Nur acht Minuten später drehte der SV Schapbach sogar das Spiel. Nachdem ein Einwurf zunächst abgewehrt wurde, kam der Ball zu Silas Armbruster, der von der Strafraumkante abzog und das 2:1 erzielte. Der Tabellenführer sah sich nun zurecht auf der Siegerstraße, zumal der SVH mit dieser Spielkultur nicht klar kam. Gegen Ende der ersten Hälfte lief es aber wieder besser und als Benni Bruckner einen Pass aus der eigenen Hälfte auf Julius Allgaier spielte, wurde dieser von Leon Schmid im Strafraum von den Beinen geholt. Es gab Strafstoß und diese Chance ließ sich Bruckner nicht entgehen, völlig souverän verwandelte er mit dem Pausenpfiff zum 2:2.
Nach der Pause blieb der rot-gefährdete Leon Schmid in der Kabine. Trainer Martin Leukel hatte beim Gast etwas umgestellt und plötzlich lief es wieder. Nach einem Steckpass hatte Giulio Tamburello die erneute Führung auf dem Fuß, doch er vergab überhastet. Besser machte er es aber in Minute 55, als eine Flanke von Samuel Klausmann nach innen kam und Tamburello den aufspringenden Ball von der Strafraumgrenze aus im Tor zum 2:3 versenkte. Dass dies der Siegtreffer sein sollte, daran glaubte niemand zumal das Verletzungspech beim SVH gnadenlos zuschlug. Erst musste Julius Allgaier mit einer Oberschenkelzerrung raus, dann erwischte es Antreiber Simon Lehmann an den Adduktoren und letztlich riss sich Luka Schmider noch ein Band, als er unglücklich aufkam. Doch die eingewechselten Spieler der Kinzigtäler fügten sich nahtlos ein und boten dem Tabellenführer Paroli. Dazu kam nun ein Torhüter Mantel, der mit Glanzpunkten aufwartete. In der 73. Minute hielt er einen Freistoß von David Müller aus 22 Metern. Ganz spektakulär wurde es in der 85. Minute, erst klärte Bruckner einen Angriff mi einer Abwehr zur Außenlinie, doch der Ball kam postwendend wieder vor das Tor, wo Jonathan Benz vor dem leeren Gehäuse vor David Müller klären konnte, hierbei aber heftig getroffen wurde. Der SVH war nun auf Abwehrschlacht eingestellt, jede Aktion wurde von den Zuschauern beklatscht, Benni Bruckner holte sich sogar seinen persönlichen Szenenapplaus. Es gab vier Minuten Nachspielzeit, die es in sich hatten. Schapbach warf alles nach vorne, selbst Torhüter Müller ging mit. Eckbälle und Einwürfe sorgten für pausenlose Gefahr, doch der SVH warf sich allem entgegen und als der Ausgleich fällig schien warf sich Torhüter Mantel hervorragend in einen Schuss von Silas Armbruster und rettete den Sieg.
Damit hatte Angstgegner Haslach dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage zugefügt. Die aufopferungsvoll kämpfenden Haslacher hatten sich den Jubel und die La Ola-Welle der Fans redlich verdient, durch diesen Sieg gelang sogar der Sprung auf Platz 2.
Prickelndes Vorspiel von Haslach’s Reseve
Es war schon kurios, das Aufeinandertreffen des Tabellendritten Schapbach und des Tabellenzeiten Haslach. Eigentlich ohne Torchance führten die Wolftäler plötzlich mit 2:0, Jonas Schmid gelang kurz vor der Pause der 2:1 Anschlusstreffer. Doch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte der Gastgeber wieder.
Der SVH drängte nun verstärkt und dies sollte sich auszahlen. Erneut Jonas Schmid und Leonard Seitz sorgten nach 76 Minuten für den Ausgleich. Unsere Schwarz-Weißen läuteten nun die Schlussoffensive ein und erarbeiteten sich auch gute Chancen, doch ein glänzender Schlussmann Tim Glöde stand einem Haslacher Erfolg im Wege, so blieb es beim 3:3.
Haslach 3 im (in) Kinzigtal siegreich
Es war keine ansprechende Leistung, die unsere Dritte in Halbmeil ablieferte, doch was zählt, das sind die drei Punkte, die man mitnehmen konnte. Dabei ging man in Führung, ehe man ständig einem Rückstand hinterherlaufen musste. Fast mit dem Pausenpfiff gelang aber der Ausgleich.
Doch nach dem Seitenwechsel geriet man erneut ins Hintertreffen. Der SVH hatte aber den längerem Atem und zog in den letzten 20 Minuten noch auf 4:6 davon, womit man Platz 4 festigte.
Torschützen: Dennis Senff (2), Theo Eisenmann, Jeremy Kirsch, Matti Schmider und Simon Heinze (je 1)
Bilder zum Spiel
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Warten auf den Eckball, Samuel Klausmann (vorne in schwarz) lauert genauso wie Benni Bruckner (links) -
Dreikampf um den Ball. Torhüter Silas Müller kann den Ball wegfausten, stark bedrängt vom Schapbacher David Müller und vom Haslacher Benni Bruckner -
Die Gegengerade was fast komplett in Haslacher Hand. Danke Fans -
Torhüter 'Müller verladen, Benni Bruckner schießt den Strafstoß in die rechte Ecke -
Konter des SV Haslach über Giulio Tamburello (am Ball) auf Julius Allgaier. Der gute Schiedsrichter Christian Günter muss große Schritte machen. -
Hier sind die SVH-Fans -
Gute Stimmung bei den Experten -
Benni Bruckner (vorne), Fabio Bächle (rechts) und Nico Schwendemann bildeten das SVH-Abwehrbollwerk mit Drang nach vorne
von Hajosch