FV Ebersweier sichert sich den Sieg in der Schlussphase

Haslach’s starke Leistung wird nicht belohnt

2. Frage: Wo ist der Ball?

Ein packendes und temporeiches Spiel auf sehr gutem Bezirksliga-Niveau bekamen die Zuschauer am Samstag zu sehen, wobei die Entscheidung erst in der Schlussphase fiel. Für die Kinzigtäler wäre dabei mehr drin gewesen.

Der SV Haslach hatte einen Auftakt nach Maß, denn schon in der 9. Minute fiel die frühe Führung. Fabian Hauer hatte sich auf der rechten Seite erfolgreich durchgesetzt, flankte auf den langen Pfosten, Torhüter Christian Müller hatte gegen den Volleyschuss von Patrick Schmidt keine Chance, der Ball zappelte zum 0:1 im Netz. Das war wiederum das Signal für den FV Ebersweier mehr zu tun und sie kamen richtig stark, drückten den Gast in die eigene Hälfte und hatten auch ihre Chancen, so köpfte Jannik Klausmann neben den Pfosten und Torhüter Daniel Schmieder rettete per Fußabwehr gegen Niklas Martin. Aber der SVH stand auch mit der veränderten Defensivreihe sehr gut und hatte seinerseits durch schnell vorgetragene Angriffe seine Möglichkeiten. Strittig war vor allem die Entscheidung, als der Schiedsrichter den durchgebrochenen Giulio Tamburello wegen angeblichem Abseits zurückpfiff, sonst wäre er allein vor dem Tor gestanden. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau reagierte Marius Hauser am schnellsten, lief von der Mittellinie bis zum Strafraum und legte dann quer für den mitgelaufenen Niklas Martin, der in der 41. Minute das 1:1 erzielte.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, Ebersweier drängte, Haslach blieb durch schnell vorgetragene Angriffe gefährlich. Einer dieser Angriffe führte auch dazu, dass der in den Strafraum eingedrungene Gürkan Balta von den Beinen geholt wurde. Balta schoss den Strafstoß selbst und brachte den SVH in der 57. Minute erneut in Führung. Ebersweier erhöhte nun den Druck nochmals, während der Gast notgedrungen wechseln musste. Torhüter Schmieder konnte zunächst noch durch eine Glanzparade den Ausgleich verhindern. Wie nah Glück und Pech zusammenliegen, musste der SVH dann ab der 69. Minute erfahren. Zuerst schoss Timo Petereit einen Freistoß an den Innenpfosten, von wo der Ball zum 2:2 ins Tor sprang. Auf der Gegenseite traf Venanzio Guarino mit einem Direktschuss nur die Unterkante der Latte, der Ball sprang jedoch ins Feld zurück. Danach war es Jannik Klausmann, der am Pfosten stehend neben diesen köpfte. Die Vorentscheidung fiel dann nach einem weiten Pass über den eingewechselten Giulio Negrini hinweg, Niklas Martin nahm diese Vorlage an und erzielte die erstmalige Ebersweierer Führung zum 3:2 in der 78. Minute. Der SVH öffnete nun seine Defensive und wollte noch einen Punkt retten, doch in der 84. Minute setzte erneut ein langer Pass mit Seitenwechsel Marius Hauser in Szene, der umkurvte seinen Gegenspieler und erzielte das 4:2. Am Erfolg der Gastgeber konnte auch die gelb/rote Karte für Felix Hertweck nichts mehr ändern, in der 90. Minute fiel sogar noch das 5:2 durch Timo Meyer. Ein nicht unverdienter Sieg, doch die couragierte Leistung des SVH hätte einen Punkt verdient gehabt.

von Hajosch

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